Die Balz als spel, lek und als dans

Für die Balz findet man im Schwedischen drei Worte, die sehr wenig mit dem deutschen Begriff zu tun haben, denn man spricht vom spel, vom lek und dem dans, oft auch in zusammengesetzter Form vom parningsspel und vom parningslek.
 
Allerdings sind die drei Worte im Schwedischen nicht als Synonym zu betrachten, wobei man auch bedenken sollte, dass auch beim Spiel zwischen spel und lek ein Unterschied besteht.
 
Wenn es sich um Vögel handelt, so verwendet man im Schwedischen für den Begriff Balz nahezu immer das Wort spel oder parningsspel, das je nach Vogelart weitaus mehr als ein Gesangswettbewerb sein kann, denn in der Regel müssen die Männchen beweisen, dass sie auch in der Lage sind die Familie zu ernähren und für ihre Sicherheit garantieren. Gerade bei Vögeln findet man daher im Schwedischen, wenn auch fälschlicherweise, die Begriffe kurtis (Liebelei) oder kurtisspel (Liebesspiel). In diesem Sinne spricht man auch vom orrspel (Balz der Birkhühner), dem tjäderspel (Balz der Auerhähne) und dem tranornas dans (Tanz der Kraniche) oder dem tranornas parningsdans (Paarungstanz der Kraniche), wobei nur bei Kranichen das Wort dans für Balz benutzt wird.
 
Bei allen anderen Tieren, insbesondere bei Fischen, benutzt man im Schwedischen das Wort lek oder parningslek. Das Wort lek weist dabei insbesondere darauf hin, dass es sich nicht nur um ein Paarungsverhalten handelt, sondern dieses auch immer an gewissen, oft den gleichen, Plätzen stattfindet und normalerweise nicht mit dem Vorspiel und der Auswahl des Partners endet, sondern mit der Befruchtung. Bei Fischen handelt es sich beim lek daher um die gesamte Laichzeit, wobei, zum Beispiel bei Lachsen, auch die lekvandring (Laichwanderung) mit zum lek gehört, in diesem Fall also die laxvandring.
 
 
Wichtiger Hinweis:
 
Das aktuelle Lehrwerk, das eine Mischung aus Wörterbuch, Landeskunde und Stillehre für Neulinge der schwedischen Sprache darstellt, wird permanent erweitert und verbessert. Wir sind daher für Anregungen offen und sind auch bereit von unseren Lesern gewünschte Worte mit aufzunehmen und zu erklären. Jede Anregung ist uns willkommen.
 
Da das gesamte Werk eine Entwicklung aus einer über 30-jährigen Erfahrung im Sprachunterricht darstellt, ist es verständlich, dass wir jeden ungenehmigten Kopierversuch rechtlich verfolgen werden. Wir genehmigen jedoch grundsätzlich die kostenlose Übernahme einzelner Erklärungen oder Hinweise, vorausgesetzt, dass ein deutlich sichtbarer Hinweis mit Link zu dieser Site über, neben oder innerhalb des übernommenen Textes zu finden ist.