Das Getreide als spannmål und als säde

Unter Getreide versteht man im Deutschen sowohl die Pflanzen, die angebaut werden um später in den Ähren Getreide zu entwickeln, das schließlich zu Schrot, Mehl und anderem verarbeitet wird, als auch das Korn, also das bereits gedroschene Getreide. In der schwedischen Sprache unterscheidet man hierbei zwischen spannmål und säd.
 
Unter spannmål versteht man im Schwedischen ausschließlich das bereits geerntete und von der Spreu getrennte Getreide, also die Körner, die anschließend zum Genuss weiterverarbeitet werden. Man kann daher auch sagen dass spannmål das gedroschene säd ist. Spannmål kann daher nicht nur mit Getreide, sondern auch mit Korn ins Deutsche übersetzt werden.
 
Unter säd versteht man dagegen in erster Linie die Getreidepflanze, was sich auch an zusammengesetzten Worten wie sädesfält (Getreidefeld) oder sädesslag (Getreideart) deutlich ausdrückt. Bei Futterpflanzen (fodersäd) kann es sich bei säd allerdings, vor allem in der Umgangssprache, auch um andere Pflanzen als Getreide handeln. Im älteren Schwedisch konnte säd auch die Saat bezeichnen, was heute nicht mehr der Fall ist. Bei älteren Büchern, die vor dem Zweiten Weltkrieg erschienen, sollte man jedoch überlegen, ob man mit säd die Saat oder das Getreide meint.
 
Säd ist im Schwedischen allerdings auch das Sperma, was jedoch in der Regel deutlich dem Zusammenhang zu entnehmen ist und daher nicht mit dem Getreide zu verwechseln ist.
 
 
Wichtiger Hinweis:
 
Das aktuelle Lehrwerk, das eine Mischung aus Wörterbuch, Landeskunde und Stillehre für Neulinge der schwedischen Sprache darstellt, wird permanent erweitert und verbessert. Wir sind daher für Anregungen offen und sind auch bereit von unseren Lesern gewünschte Worte mit aufzunehmen und zu erklären. Jede Anregung ist uns willkommen.
 
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