keuchen wird zu flämta und zu flåsa

Das deutsche Verb keuchen drückt vor allem aus dass jemand mit großer Mühe sehr geräuschvoll atmet, unabhängig davon ob die Ursache eine große Anstrengung oder eine Krankheit ist. Im übertragenen Sinn kann sogar eine Dampflok oder ein altes Auto keuchen. In der schwedischen Sprache unterscheidet man bei keuchen zwischen flämta und flåsa.
 
Zum schwedischen Verb flämta greift man insbesondere dann, wenn jemand auf Grund einer enormen Anstrengung oder aus Krankheitsgründen keucht, also kaum atmen kann. Im übertragenen Sinn kann man jedoch auch aus Schreck, Schmerz oder Erstaunen flämte, was jedoch nur bedeutet dass jemandem kurzfristig der Atem fehlt um direkt reagieren zu können. Flämta kann im Deutschen allerdings bisweilen auch mit flackern übersetzt werden, wobei man hierbei insbesondere an eine offene Flamme denkt.
 
Das Wort flåsa wird im Schwedischen nur benutzt wenn jemand auf Grund einer Anstrengung keucht, wobei es sich hierbei sowohl um eine sportliche Anstrengung handeln kann als auch das simple Treppensteigen einer unsportlichen Person. Auch flåsa hat eine zweite Bedeutung, denn auch ein anonymer Anrufer kann ins Telefon flåsa, also nur schwer atmen, ohne indes ein Wort zu sagen. Diesen Ausdruck findet man sehr häufig in schwedischen Kriminalromanen.
 
 
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