Ist die Gefahr eine fara oder ein risk?
Während im Deutschen zwischen "Gefahr" und "Risiko" ein klarer Unterschied existiert, so kann man den deutschen Wortinhalt nicht so ohne weiteres auf die schwedischen Worte fara und risk übertragen, auch wenn sich die Grundbedeutungen unter gewissen Umständen relativ nahe kommen können.
Der wichtigste Unterschied zwischen fara und risk liegt im Schwedischen darin, dass eine fara eine bedeutende Gefährdung darstellt, die in der Regel eine Todesgefahr ausmacht. Es kann sich dabei sowohl um eine trafikfara als auch um eine hälsofara handeln, denn bei beidem kann man zwischen Leben und Tod stehen.
Benutzt man im Schweden bei einer Gefahr das Wort risk, so kann man zwar auch zu Schaden kommen, aber man muss das "Risiko" nicht mit dem Tod bezahlen. Wenn man den Begriff risk im Sinne ta stora risker benutzt, so handelt es sich selbstverständlich um ein Risiko, benutzt man jedoch Worte wie smittorisk (Ansteckungsgefahr), riskmoment (Gefahrenmoment) oder riskavfall (Sondermüll = "Gefahrenabfall") oder riskzon (Gefahrenzone), so bedeutet dies nicht unbedingt, dass man ein Risiko eingeht, sondern dass in irgendeiner Weise eine, vielleicht auch unbekannte, eine Gefahr existiertoder existieren kann.
Umgekehrt ist es natürlich auch möglich, dass man im Schwedischen das Wort risk verwendet wenn man im Deutschen zu "Gefahr" greift. Eines der Beispiele ist das Wort risktillägg, also die Gefahrenzulage, denn hier geht der Betroffene keinerlei Lebensgefahr ein, sondern ist, in den meisten Fällen, lediglich einem höheren risk ausgesetzt, aber der Arbeitgeber und der Angestellte gehen dennoch davon aus, dass es in keiner Sekunde für irgend jemanden lebensgefährlich wird.
Wenn man im Schwedischen daher zwischen fara und risk unterscheiden will, so muss man lediglich überlegen wie hoch eine Gefahr ist, denn bei fara denkt man in der schwedischen Sprach fast grundsätzlich an livsfara und livsfarlig, was bei risk grundsätzlich nicht der Fall ist.
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