peinlich wird zu genant, pinsam und penibel

Die tatsächliche Bedeutung des deutschen Adjektivs peinlich kann nur dem Zusammenhang entnommen werden, da peinlich ein Synonym für Worte wie beschämend, blamabel, fatal und ähnliche Worte mehr sein kann, also einerseits ausdrückt dass jemandem das Gefühl der Beschämung oder des Unbehagens bekommt, zum anderen drückt peinlich aus dass jemand etwas extram genau und exakt nimmt, und früher konnte auch ein Verhör peinlich, beziehungsweise körperlich , sein, also unter Folter erfolgen. Im Schwedischen unterscheidet man bei peinlich zwischen genant, pinsam und penibel.
 
Zum Wort genant greift man in der schwedischen Sprache um auszudrücken dass etwas unbequem, bisweilen sogar lächerlich wirkt. Man kann daher in einer genant Situation heimlich fotografiert werden, aber auch eine Rede oder ein Vortrag kann genant sein wenn sich jemand in einer peinlicher Situation befindet.
 
Eine Person, die immer unangenehm auffällt, kann dagegen als pinsam Figur bezeichnet werden, aber auch ein Besucher kann vom pinsam Auftreten der Gastgeber gestört sein und es kann jemandem pinsam sein über seine Alkoholprobleme zu reden, während es anderen pinsam sein kann über Sex zu sprechen. Im alten Schwedisch war pinsam auch mit körperlichen Schmerzen verbunden, insbesondere der Folter.
 
Bei der Anwendung des Wortes penibel kommt die Situation in der Regel von außen und kann nicht vom Betroffenen gesteuert werden. Man gerät daher in eine penibel Situation wenn man, zum Beispiel, beim Kauf einer Ware der Preis plötzlich nach oben ging und man daher die bereits geholte Ware nicht bezahlen kann, oder wenn bei einer Abstimmung, bei der man als offensichtlicher Sieger gesehen wurde und man den Sieg bereits feiert, die Auszählung der Stimmen dann ein anderes Ergebnis zeigt.
 
 
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