Der Fluss als flod, älv, flöde, ström und svall

Ein Fluss kann im Deutschen ein größerer Wasserlauf sein, eine flüssige Bewegung (auch im übertragenen Sinn) und den flüssigen Zustand von Metallen oder Mineralien bezeichnen. In der schwedischen Sprache findet man hierfür die Bezeichnungen flod, älv, flöde, ström und svall.
 
Die flod ist im Schwedischen, neben der Flut, dem Antonym von Ebbe, vor allem ein größerer Wasserlauf, kann aber im schwedischen Sprachraum in gewissen Fällen selbst einen größeren Bach bezeichnen. Die flod kann daher im Deutschen nicht nur mit Fluss übersetzt werden, sondern auch mit Strom, Bach und anderen Begriffen, auch wenn man bei flod meist an einen größeren Wasserlauf denkt. Im übertragenen Sinne spricht man auch von einer flod an Filmen.
 
Das Substantiv älv entspricht im Prinzip der flod, nur dass man nahezu ausschließlich skandinavische Flüsse damit meint und dieser Begriff auch in sehr vielen nordischen, zusammengesetzten Worten vorkommt. Im älteren Schwedisch war der älv vor allem ein Fluss, der ein größeres Gebiet entwässerte und damit bewohnbar machte, was man bei der Flussnamen von Luleälven oder Dalälven noch heute feststellen kann.
 
Ein flöde ist mehr das Strömen als ein Fluss und ist daher mehr mit einer Bewegung des Wassers verbunden, wobei man allerdings auch von tidens flöde (Lauf der Zeit), dem tonflöde (Melodie) und, in der Technik, von der flödestäthet (Flussdichte) spricht. Flöde ist auch ein Begriff innerhalb der linearen Algebra.
 
Der ström ist in der schwedischen Sprache natürlich vor allem der elektrische Strom, jedoch in einigen wenigen Ausnahmen auch das Synonym für flod und flöde, wobei der Meeresstrom zu havsström wird. Der ström entspricht im Prinzip dem deutschen Wort Strom. Das Wort ström wird im Schwedischen nur noch selten als Einzelwort verwendet, sondern vor allem bei einigen zusammengesetzten Flussnamens.
 
Ein svall wiederum ist vor allem die starke Bewegung einer Wassermasse, zum Beispiel hohe Wellen, wird jedoch im übertragenen Sinn auch zum Fluss, nämlich zum ordsvall (Wortschwall, Redefluss, Tirade) oder auch dem känslosvall (Gefühlsausbruch).
 
Der flüssige Zustand eines Metalls oder von Mineralien wird im Schwedischen umschrieben, zum Beispiel mit flytande form.
 
 
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